Programm / fair 2018

fair 01/2018
Schwerpunktthema: Abstraktion in der Malerei

Ausgehend von den klassischen Strömungen der Abstraktion im 20. Jahrhundert wird die Frage nach der Relevanz gegenwärtiger Strömungen abstrakter Malerei im 21. Jahrhundert gestellt. Sind die heutigen abstrakten Tendenzen reine Wiederholungen der abstrakten Stilrichtungen des 20.Jahrhunderts und/oder hat Abstraktion heute noch eine ästhetische und gesellschaftliche Bedeutung, abseits der laufenden Produktion „ästhetischer Reduntanzen“.
Ein besonderer Fokus wird auf die Entwicklung der Abstraktion in Österreich ab 1945 gelegt, einerseits im Bereich der informellen und gestischen Malerei, andererseites im Bereich der konkreten geometrischen Abstraktion.
Helmut Federle wird ein umfangreiches Künstlerportrait gewidmet, weiters wird das aktuelle Werk von Walter Vopava vorgestellt und die aus Japan stammende in Wien lebende Künstlerin Hana Usui wird gezeigt.
Im Themengebiet der Architektur zeigen wir den Wolkenturm von Grafenegg (NÖ) und die "Kunst im Park" Projekte in Grafenegg. In der Serie "moderne Architektur aus Südosteuropa" stellen wir die Nationalbibliothek von Pristina (1982) vom jugoslawischen Architekten Andrija Mutnjaković vor.
Im Bereich Philosophie publizieren wir zeitaktuelles philosophisches Essay, gemeinsam ausgewählt mit dem Passagen Verlag Wien.

Autoren der Ausgabe: Edelbert Köb, Florian Steininger, Günther Oberhollenzer, Ingo Nussbaumer, Mark Kremer (Amsterdam), Monika Knofler, Boris Radojković und Lucas Gehrmann.

fair-Präsentation 01/2018
mit Podiumsdiskussion über „Abstraktion in der Malerei“
mit Edelbert Köb, Günther Oberhollenzer, Florian Steininger und weiteren

Do., 21. Juni 2018, 19.00
W & K Palais Schönborn-Batthyany / Renngasse 4, 1010 Wien
im Rahmen der Ausstellung Walter Vopava
in Kooperation mit der Galerie Wienerroither & Kohlbacher

 

Herbstausgabe 02/2018
Erscheinungstermin: Oktober 2018
Schwerpunktthema: der andere Raum – espace autre
urbane, kulturelle, künstlerische und imaginäre Räume in anderer Zeitwahrnehmung

Michel Foucault formulierte in seinen frühen Schriften die Defintion des espace autre – des anderen Raumes. Dieser Raum ist laut seiner These ein „heterotopischer Ort“, dass heißt er verweist auf eine andere Zeitlichkeit als der alltäglich uns umgebende Raum und hat somit eine eigene Heterochromie (Eigenzeitlichkeit). Wir untersuchen in dieser Ausgabe solche heterotopischen Räume in den Bereichen Kunst, Urbanität, Architektur sowie Psychologie und Philosophie und stellen die Frage: Welche Qualitäten muss ein Raum haben, um uns – herausgenommen aus dem Alltag – in eine andere Zeitlichkeit versetzen zu können.